Charakteristik des Spiels
(Aus: Offizielle Volleyball-Regeln 2001-2004, © Schweizerischer Volleyball-Verband 2002)

Volleyball ist eine Sportart, bei der sich zwei Mannschaften mit je 6 Spielern auf einem durch ein Netz geteilten Spielfeld von jeweils 9 x 9 Meter gegenüberstehen. Der Ball wird (kann) mit allen Körperteilen gespielt (werden).

Ziel des Spiels ist es, den Ball über das Netz zu spielen, um ihn in der gegnerischen Spielfeldhälfte auf den Boden zu bringen und zu verhindern, dass dies dem Gegner gelingt. Eine Mannschaft darf den Ball dreimal schlagen, um ihn zurückzuspielen (zuzüglich zum Blockkontakt).

Der Ball wird durch einen Aufschlag ins Spiel gebracht. Der Aufschlagspieler schlägt den Ball über das Netz in die gegnerische Spielfeldhälfte.

Der Spielzug dauert so lange, bis der Ball die Spielfläche berührt, "aus" geht oder es einer Mannschaft nicht gelingt, ihn regelgerecht zurückzuspielen.

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Die "neuen" Volleyball-Regeln kurz gefasst

In den vergangenen Jahren beschloss die FIVB, der Volleyball-Weltverband, eine grosse Zahl von Regeländerungen. Die wichtigsten sind hier aufgeführt:

Ein bunter, dreifarbiger Ball hat den weissen Ball abgelöst.

Der Trainer hat nun das Recht, während des Spiels zu stehen und seinen Spielern Anweisungen zu geben. Zuvor musste er das ganze Spiel über starr auf der Bank Platz nehmen.

Das Rally-Point-System ist eine neue Zählweise, die besagt: Pro Rally (Ballwechsel) einen Point (Punkt), d.h. also für jede Aktion gibt es einen Punkt, ist Bewegung auf der Anzeigetafel. Die ersten vier Sätze dauern bis 25 Punkte mit einer Differenz von zwei Punkten und einem offenen Ende (d.h. es ist auch ein 77:75 möglich). Ein entscheidender fünfter Satz wird wie bisher bis 15 Punkte gespielt, ebenfalls mit einer Differenz von zwei Punkten und ohne Limit.

Der Libero ist ein Spieler, der nur auf den hinteren drei Positionen eingesetzt werden darf und die Abwehr und Annahme stärken soll. Der Libero ist mit einem andersfarbigen Trikot kenntlich gemacht. Er darf nicht aufschlagen und blocken. Zudem ist es ihm nicht gestattet, oberhalb der Netzkante einen Angriff durchzuführen. Wenn der Libero im Dreimeterraum ein oberes Zuspiel macht, darf die folgende Angriffsaktion nicht oberhalb der Netzkante erfolgen, d.h. gegebenenfalls muss er im Dreimeterraum baggern, dann ist dieses erlaubt. Der Libero darf nur in Ballpausen eingewechselt werden.

Jeder Spieler hat nur noch einen Aufschlag, d.h. man darf den Ball nach dem Hochwerfen nicht mehr fallen lassen, sondern man muss ihn über das Netz spielen (wie beim Beach-Volleyball).

Es gibt einen veränderten Strafkatalog, der dem Fussball etwas angeglichen wurde. Eine gelbe Karte ist nun ein Punktverlust, eine rote Karte bedeutet, dass der betroffene Spieler für diesen Satz hinausgestellt ist. Vor der gelben Karte gibt es die mündliche Verwarnung.

Es ist kein Fehler mehr, wenn der Aufschlag die Netzkante berührt (innerhalb der Netzantennen und ohne diese zu berühren) und dann in das gegnerische Spielfeld fliegt.

Technische Auszeiten: Sobald eine Mannschaft den 8. und 16. Punkt macht, gibt es eine technische Auszeit mit einer Länge von 60 Sekunden. Den Trainern bleibt zudem noch eine weitere Auszeit mit einer Dauer von 30 Sekunden. Diese Regel gilt für die ersten vier Sätze. Sollte es einen fünften Satz geben, entfallen die technischen Auszeiten und die Trainer erhalten eine 30-sekündige zweite Auszeit zusätzlich.

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